Unsere Ideen

Ein Platz um die Kirche – Die vergessenen Gärten

Was habe ich übersehen?

Ich habe Fotos vom Kirchplatz der Apostelkirche gemacht. Dabei habe ich gar nicht gemerkt, dass es einmal ein großer Platz für alle war. Denn jetzt zerschneidet eine schnelle Straße den Platz und macht das Spielen gefährlich.

Was habe ich erfahren?

Ich habe dann mit den alten Menschen in meinem Haus gesprochen. Sie haben sich erinnert, dass es einmal vor den Häusern in unserer Straße kleine Gärten gab. Dort ist jetzt nur noch Sand, weil die Autos auf dem Fußweg parken.

Worüber habe ich mich gewundert?

Um die Ecke liegt meine Schule, 450 Kinder laufen hier vorbei. Aber es gibt keine Fahrradwege dahin. Und auch keinen Weg, der sicher weiter zum Lunapark geht. Und noch keine Wege zum neuen Bahnhof Diebsteich, über den ich verreisen möchte.

Wovon träume ich?

Ich träume mir ein grünes Band für alle mit mehr Bäumen und grünen Streifen dort, wo jetzt noch die Autos sind. Ein grünes Band, das von der Kirche über den neuen Bahnhof bis zum Volkspark geht.

Das grüne & das gelbe Band zusammenlegen

Ich träume mir auch ein gelbes Band: Fahrradwege, auf denen ich sicher und schnell zur Schule und weiter in die Parks und Sportplätze drum herum kann.

Ich stelle mir vor, dass die Enge verschwindet zwischen den Hauswänden und den Autos. Und die Langeweile: Ich weiß, wo ich auf den Wegen zu meinen Freunden im Viertel spielen kann, weil es mehr miteinander verbundene Plätze und Stellen mit Wasser gibt.

Und warum ist das so gut fürs Klima?
  • Es gibt mehr grüne Flächen, mit Bäumen und Pflanzen.
  • Die Bäume bekommen mehr Wasser, der Boden ist nicht mehr festgefahren oder mit Platten zugelegt.
  • Die Menschen sind lieber draußen in ihrem Viertel.
  • Sie fahren weniger Auto und haben weniger Autos.
  • Die Menschen gehen mehr zu Fuß und fahren mit dem Fahrrad.
  • Die grünen Stücke verbinden sich zu einem großen Band. Mehr Lebewesen können in diesem Band leben.

Ein Parkhaus für mein Viertel – ein Viertel für die Menschen

Mein Viertel wird von drei Straßen umschlossen: Im Westen liegt die Kieler Straße, im Osten der Langenfelder Damm /die Lappenbergsallee und im Süden die Fruchtallee.

Ich stelle mir vor, dass es in meinem Viertel keine kostenlosen Parkplätze überall in den
Wohnstraßen mehr gibt, sondern alle Autos in einem oder zwei zentralen Parkhäusern an der Kieler Straße parken können. Die Menschen hätten einen sicheren Parkplatz und könnten dann vom Parkhaus einen kurzen Weg zu Fuß zu ihren Wohnungen gehen. Wenn sie etwas zu transportieren haben, könnten sie sich Rollwagen im Parkhaus ausleihen.

Wieviel Platz braucht ein Parkhaus?

Ich habe gemeinsam mit meinem Vater Berechnungen gemacht:
• Die gesamte Fläche meines Viertels ist ca. 40 Hektar groß (0,4 km’). Auf dieser Fläche leben etwa 9.000 Menschen. Nur einer von neun Menschen hat also ein Auto, und doch verstellen sie alle öffentlichen Flächen.
• Ein zentraler Ort für das Parkhaus wäre die Gewerbefläche in der Kieler Straße 195. Sie ist 5.700 m’ groß und besteht im Moment fast nur aus Autoparkplätzen.
Auf der Fläche ist zur Zeit das ‚Clean Car’ eine Selbstbedienungs-Autowaschanlage; schon abends ab halb sieben ist die Fläche leer.
• Die Stadt könnte dort zwei Parkhäuser mit je 6 Geschossen bauen. Bei 80 Autos pro Geschoss würden diese Parkhäuser 960 Autos fassen – also alle Autos aus meinem Viertel!
• Das Parkhaus wäre sehr zentral: Die Hälfte aller Wohnungen meines Viertels sind nicht weiter als 300m entfernt. 80% aller Wohnungen sind nicht weiter als 500 m entfernt. Die restlichen Wohnungen sind nah am Karstadt-Parkhaus, dort parken auch die Lehrer*innen meiner Schule.

Warum ist meine Idee so gut fürs Klima?

• Kein Parkplatz-Suchverkehr mehr und weniger Auto-Kilometer.
• Es wird für die Menschen angenehmer, zu Fuß und mit dem Fahrrad im Viertel
unterwegs zu sein. Sie werden umweltfreundlicher unterwegs sein.
• Die Menschen können am Parkhaus leicht auf die Busse der Linien 183 und der neuen Linie 113 umsteigen.
• Es werden auch weniger Menschen direkt bis vor den neuen Bahnhof Diebsteich fahren. Viele werden ihr Auto schon an der Kieler Straße abstellen. Die Menschen werden also mehr Strecken mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren.
• Das Parken wäre kostenpflichtig und macht es teurer, ein Auto zu besitzen.
Weniger Menschen werden sich ein eigenes Auto leisten wollen und lieber Autos teilen.
• Im Viertel entstehen mehr Grünstreifen und Parks.
• Es wird mehr offene Stellen im Boden geben, so dass mehr Wasser zu den Bäumen und Pflanzen kommt.
• Es wird auch mehr Raum für Bäume und Pflanzen geben, die den Stadtteil im Sommer kühlen können.